Monat: Dezember 2025

Eine Tierkommunikation mit einem Araber Wallach über Reiten, Träume und Ängste im Sonnenuntergang am Meer

Gespräch mit Kian: Tierkommunikation mit einem Araber Wallach

Vor Kurzem durfte ich mit Kian sprechen, einem fünfjährigen Araber-Wallach voller Energie. Seine Besitzerin Mara wollte verstehen, warum er beim Spazierengehen unruhig ist, nicht aus einem expliziten Hoftor rausgeht und mit Anspannung reagiert sobald sie sich auf ihn setzt.

Was Kian erzählte war aufschlussreich für seine Besitzerin Mara. Es drehte sich alles um Freiheit, Abenteuer und alte Ängste, aber vor allem um die enge Bindung zu Mara.

Abenteuerliches Distanzreiten statt langweiliger Spaziergänge

Zu Beginn spreche ich mit Kian übers spazieren gehen. Mara beschrieb ihn als „hibbelig“, so als sei er ständig auf dem Sprung. Seine Antwort kam prompt und voller Schwung. „Spazieren, das machen doch nur alte und kranke Pferde, nur die schleichen gemächlich durch die Gegend. Das passt überhaupt nicht zu meiner Geschwindigkeit.“

Kian sehnt sich nach Abenteuer. Er wolle probieren am Fahrrad zu laufen, da geht’s viel schneller. „Zusammen raus in die Weite mit Mara“, will er. Beide seien freiheitsliebende Seelen, gefangen im „engen“ Alltag (er erklärte das nicht genauer) Kian sieht in Distanz- oder Wanderreiten die perfekte Lösung für seinen Geschwindigkeits- und Energiedrang: „Ich kann das, ich bin dafür gemacht!“ Und bitte, bitte kein Dressurpferd aus ihm machen, da würde er sich definitiv wehren.

Er schickte ein Bild vom Galopp durch die Steppe um zu unterstreichen, wie sehr er Action braucht. Im nächsten Bild ließ er sich feiern, es fühlte sich nach einem gewonnen Rennen an.

Die Angst vor dem Tor: Eine alte Bedrohung, die Kian noch spürt

Dann sprach ich die Thematik mit dem Tor an. Mara wollte wissen, warum Kian so ängstlich wird, wenn sie mit ihm am vorderen Tor rausgehen wollte, entweder geht er nicht durch oder er rennt durch und zieht Mara hinter sich her. Nur an diesem Tor, bei den anderen Hoftoren geht er vorbildlich am Strick nebenher.

In dem Moment, als ich ihn danach frage, erstarrt er und übertrug mir ein beklemmendes Gefühl und Herzrasen. Ein tiefes Schreckgefühl. Seine Aufmerksamkeit nach oben gerichtet. „Da stehen Bäume“, erklärte er, „und da war ein großes, dunkles Tier. Es hat sich schnell bewegt und merkwürdige, unheimliche Geräusche gemacht. Ich fand es furchtbar. Deshalb will ich lieber den anderen Ausgang nehmen, wo es ruhiger ist.“

Woher kommt die Anspannung beim Reiten?

In der 3. Frage drehts es sich ums Thema Reiten. Mara möchte erfahren warum Kian so spannig wird, sobald sie aufsitzt. „Weil sie unentspannt ist“, kam es zurück. „Mara ist nicht präsent; ihre Gedanken schweifen ab, sind schwer und dunkel. Sie hat keine Angst vorm Reiten oder Fallen , im Gegenteil, sie ist mutig. Aber sie quält sich mit Zweifeln: „Bin ich zu schwer für ihn? Ist die Ausbildung zu früh für ihn“ (Zur Info: Mara wiegt leichte 54 kg, aber sie hadert mit ihrem Gewicht)

Auf der anderen Seite drängt sie sich selbst: „Wir sollten jetzt mal anfangen.“ Kian spürt das alles und verspannt sich dadurch. „Sie ist nicht zu schwer“, versicherte er mir. „Ich bin stark und werde noch stärker. Sie sitzt ja nie lange drauf.“ Er will reiten, aber draußen (keine Reithalle oder eingezäunter Platz) Abenteuer erleben! „Ich bin kein Spazierpferd oder Tüdel-Pony“ betont er.

Kian liebt es, wenn Mara spontan ist und mit ihm Quatsch macht. „Dann ist sie so leicht!“ Und dann ein berührender Moment indem Kian von Maras Traurigkeit in letzter Zeit erzählt. (Mara erzählt mir, dass ihre Katze gestorben ist) „Das war anstrengend und schwer für uns beide.“ sagt Kian.

Kians Botschaft für Mara

Am Ende der Tierkommunikation frage ich Kian, ob er noch eine Botschaft für Mara hat:


„Lass uns zusammen fliegen. Draußen zusammen mit dem Wind. Wir sind die Besten.“

verschwundene Katze, Tierkommunikatorin: warum ich nicht mit vermissten Katzen spreche

Warum ich keine Tierkommunikation für verschwundene Tiere anbiete

Wenn Hoffnung zu Erwartung wird

Wenn Tiere verschwinden ist das ein emotionaler Ausnahmezustand: Angst und Hilflosigkeit übernehmen das Ruder und die Hoffnung schwimmt mit. Und in eben dieser Situation wird Tierkommunikation oft als letzte Rettung gesehen.

Die Hoffnung ist riesig und oft unrealistisch. Viele Besitzer wünschen sich eine Garantie für klare Ortsangaben. Sie denken ernsthaft, dass mir ihre Katze eine Adresse mitteilt unter der sie dann abgeholt werden kann. So funktioniert es nicht. Wer als Tierkommunikator meint garantieren zu können, dass die Katze gefunden wird, arbeitet unseriös.

Und selbst, wenn ich als Tierkommunikatorin eine Garantie ausdrücklich ausschließe und mehrfach darauf hinweise, wie realistisch die Chancen sind, kann die anfängliche Hoffnung in Enttäuschung, Wut oder Ablehnung mit gegenüber umschlagen, weil Erwartungen nicht erfüllt werden. Wenn das Tier trotz aller Bemühungen verschwunden bleibt, entsteht schnell Frust. Dieser Frust richtet sich oft gegen denjenigen, der Hoffnung gemacht hat.

Ich als Tierkommunikatorin habe keine Lust auf üble Nachrede, Vorwürfe oder Diskussionen darüber, weil die Tierkommunikation vermeintlich nicht funktioniert hat und die Katze weiterhin verschwunden bleibt, obwohl sie nach am Leben ist. Nicht, weil ich Kritik scheue, sondern weil sie in diesen Fällen selten sachlich ist.

Das Sprechen mit vermissten Tieren fördert Erwartungen, die sich nicht immer erfüllen lassen.

Die Grenzen der Tierkommunikation bei vermissten Tieren

Tierkommunikation kann Eindrücke, Gefühle oder innere Bilder liefern. Sie kann Zusammenhänge aufzeigen oder emotionale Themen sichtbar machen. Was sie nicht leisten kann:

  • einen exakten Aufenthaltsort liefern
  • garantieren, dass ein Tier zurückkommt
  • Entscheidungen des Tieres oder äußere Umstände beeinflussen

Wer etwas anderes verspricht, überschreitet meiner Meinung nach eine klare Grenze.

Red Flags Tierkommunikation

Tierkommunikation als Ergänzung bei der Suche nach verschwundenen Tieren

Wenn vermisste Tiere gesucht werden, sollte Tierkommunikation niemals die Grundlage, also das einzige Suchmittel sein, sondern nur eine Ergänzung zu den Maßnahmen:

  • Suchplakate aufhängen (Über Tassoplakate oder Selbst drucken)
  • örtliche Tierheime abtelefonieren
  • über Social Media örtliche Gruppen oder Hilfe suchen
  • örtliche Tierärzte und Tierkliniken abtelefonieren

Ehrlichkeit statt Illusion

Tierkommunikation funktioniert, das ist Fakt, trotzdem hat sie auch ihre Grenzen. Ich spreche nicht mit vermissten Tieren, weil:

  • ich keine Garantien geben kann, dass Tiere wieder zurück kommen
  • die emotionale Belastung oft zu groß ist
  • Erwartungen und Realität zu weit auseinanderliegen (keine Adressenangabe, dafür wird Umgebung beschrieben, die überall und nirgends sein kann)
  • Enttäuschung am Ende meist größer ist als der Nutzen (wenn Katzen nicht wieder nach Hause kommen WOLLEN)

Manche Katzen wollen nicht zurück kommen

Nicht jede Katze, die verschwunden ist und von ihren Besitzer doll vermisst wird, ist versehentlich irgendwo eingesperrt, mitgenommen und gestorben. Die meisten Katzen hauen freiwillig ab. Auch wenn das grausam klingt, ist es die Realität. Alle Katzen lieben Unabhängigkeit, aber nur die Freigänger unter ihnen können sie auch durchsetzen.

Ein erdachtes Beispiel:

Eine Katze fühlt sich überfordert zu Hause. Vielleicht gibt’s ständigen Streit, es herrscht dicke Luft, es ist laut. Ein Baby ist dazu gekommen oder was sonst alles eine Katze aus ihrer geliebten Routine bringt und sie sagen lässt „Hier passt’s nicht mehr.“ Und schon wird der nächste Freigang zur Flucht genutzt.

Dann wird eine Tierkommunikation gebucht und die Besitzer kommen mitgeteilt: „Minka sagt, sie braucht Ruhe, weil eure Streitereien sie stressen.“ Das hören die Besitzer natürlich nicht gern. „Unsinn! Wir lieben sie doch!“ Statt Einsicht wird es gegen die Tierkommunikatorin gedreht: „Die Kommunikatorin spinnt, das war Quatsch und Humbug! Bei der würde ich nichts buchen, die kann das gar nicht.“ Solche Szenarien habe ich schon mehrfach auf Instagram lesen können. Und genau darauf habe ich überhaupt keinen Bock.

Mein Fazit:

Ich möchte Menschen nichts versprechen, was sich nicht erfüllen lässt. Das ist der Grund warum ich keine Tierkommunikation bei verschwundenen Tieren anbiete.

Für alle anderen Tierkommunikationen bin ich natürlich zu buchen.

Mischlingshündin blickt friedlich in goldenes Abendlicht mit warmen Strahlen durch den Nebel – Symbol für Ayame nach ihrem Übergang ins Licht, Tierkommunikation nach dem Tod

Hund spricht nach dem Tod darüber was geschehen ist

Eine Tierkommunikation mit der verstorbenen Hündin Mya

Mya hat mich direkt zu Anfang beruhigt:
„Bevor ich erzähle, möchte ich unbedingt betonen: Alles Schwere, das ich gleich beschreibe, kann ich heute nicht mehr fühlen. Es ist sofort weg gewesen, in dem Moment, als ich übergetreten bin. Ich bin nur noch warm, weich, hell und leicht. Ich bin überall und frei. Das Negative ist nur noch eine Geschichte, die ich erzählen kann, aber nicht mehr spüre.“

Mya letzte Lebenswoche

Die Klinikwoche war für Mya mechanisch, neblig, planlos. Viel Herumprobieren, wenig wirkliche Orientierung, Widerrede war unerwünscht. Trotzdem sagt Mya:
„Das war eben notwendig. Es ist okay. Ich bin weder wütend noch nachtragend. Ich bin losgelöst von dieser Geschichte, die meine sein soll. Ich bin nicht an sie gebunden. Sie beeinflusst mich nicht mehr.“

Von der Tierklinik nach Hause

Die letzte Woche zu Hause hat Mya wie durch eine Dunstglocke wahrgenommen. Alles abgeschwächt und in Slow Motion.
„Zu Hause sein zu dürfen hat mich entspannen lassen. Ich war am richtigen Ort, dort, wo ich sein sollte. Wo ich geboren bin, sollte es enden. (Mya wurde dort als Welpe geboren) Es hätte keinen besseren Platz geben können. Dafür bin ich dankbar, auch weil die ganze Gruppe da war.“

Auf meine Frage, ob sie noch etwas sagen möchte, kam ein ganz klares, friedliches: „Nein. Im Moment nicht. Es ist alles gesagt. Für jetzt.“

Mya ist angekommen, wo auch immer das sein mag.

Für Myas Besitzerin bringt das Gespräch eine kleine Erleichterung in dem ganzen Schmerz um die geliebte Hündin.

Es ist zu beachten, dass eine Tierkommunikation keine Trauerbegleitung ist oder ersetzt, die Trauer ist danach auch nicht verschwunden. Eine Tierkommunikation unterstützt mit der Trauer im Alltag klarzukommen.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén