Monat: Oktober 2025

Ein Wallach in der Tierkommunikation über Dressur und Springtraining und was er sich wünscht

Zu viel Druck: Warum Wallach Aslan keinen Spaß am Reiten hat und wie es wieder Freude macht.

Das Gespräch mit Aslan begann ruhig. Sofort machte er deutlich, dass es keine akuten Schmerzen oder nichts Dringendes gibt, was behandelt werden müsste. Aber die Jahreszeiten setzen ihm zu. Wenn er viel steht, schwellen die Beine an. „Manchmal fühle ich mich dann alt“, war die Botschaft, die kam. Und mit diesem Gefühl sinkt auch seine Stimmung – vor allem, wenn Menschen oder andere Pferde mit zu viel Energie auf ihn zukommen.

Aslan wirkt feinfühlig, fast aristokratisch. „Ich bin kein Vielfraß-Pony“, ließ er spüren, „sondern etwas Edleres.“ In seiner Beobachtung erleben Ponys oft mehr Nachsicht – während großen Pferden eher mit Respekt oder gar Zurückhaltung begegnet wird.
Seine Haltung zum Hufbeschlag ist eindeutig. Er findet „Hufeisen blockieren die Verbindung zum Boden.“ Wenn es sein muss, akzeptiert er sie, aber lieber wäre ihm ein direktes Gefühl zur Erde. „Verbindung spüren“

Er weiß, dass gut für ihn gesorgt ist: „Du würdest sofort merken, wenn etwas nicht stimmt.“ Vertrauen und Sicherheit sind die Grundpfeiler seiner Beziehung zu seiner Besitzerin.

Wenn Reiten zur Routine wird

Auf die Frage nach dem Reiten reagiert Aslan ehrlich: „Ich habe zwar keine Schmerzen, aber trotzdem fehlt der Spaß.“ Dressurarbeit empfindet er als eintönig, „Springen ist super, wenn der Reiter sattelfest ist“. Er betont wie sehr er auf Balance (des Reiters) und sein feines Reiten angewiesen ist.
Er möchte nicht die Aufgabe übernehmen, den Reiter zu stabilisieren, wenn dieser unsicher sitzt. „Jeder soll seinen Teil erfüllen“

Sein Sattel passt ihm, wird aber als „steif“ und störend beschrieben. Ein Pad wäre ihm lieber, bitte gut gepolstert, denn „ohne alles“ drückt der Rücken.
Aufwärmen ist für ihn Pflicht, aber langweilig. „Reiten ist für viele Menschen wichtig, für mich nicht (mehr).“ Er zeigt deutlich, dass er geistige Abwechslung braucht. Neue Ideen. Etwas, das Freude und Leichtigkeit bringt. Nur bitte kein „Horsemanship-Kram“.

Seine Botschaft ist klar: Er will mentale Anregung und nicht nur körperlich bewegt werden.

Zimmer mit Aussicht, bitte

„Bitte nicht umziehen!“ Das war seine Reaktion auf die Idee in eine Box mit Fenster zur Stallgasse zu wechseln. (Die Besitzerin findet die derzeitige Box zu zugig)
Aslan will frische Luft, Licht und er will mehr sehen als die öde Stallgasse. Eine geschlossene, stickige Box würde ihn unglücklich machen.
„In solchen Innenboxen werden Pferde still“, sagt er zu mir. „ Besitzer reden es sich gern schön, doch hätte die Pferde die Wahl, würden fast alle verweigern.“

Seine jetzige Box ist sein Ruheort. Ein Platz zum Abschalten, zum Alleinsein. Und genau das braucht er, um ausgeglichen zu bleiben.

Herdenleben und innerer Frieden

Auf der Weide fühlt sich Aslan wohl, auch wenn neue Pferde oder wechselnde Herdenzusammenstellung ihn anstrengen. (Der Stallbesitzer „optimiert“ wohl gern die Herden). Er beobachtet wie Menschen mit ihren Pferden umgehen.
„Viele Extrawürste machen es schwer, echte Verbindungen zuzulassen“, lässt er wissen. (Bezieht sich darauf, dass jeder Einsteller Sonderwünsche für sein Pferd hat und es so schwierig wird ein konstant ruhiges Herdenleben zu erleben) Trotzdem bleibt Aslan gelassen, weil er darauf vertraut, dass sich alles finden wird.

Aslan spürt auch bei seiner Besitzerin Veränderung. „Du kannst endlich das angehen, was dir vorschwebt“, war seine leise Ermutigung. „Die Zeit für Veränderung ist jetzt.“

Aslans Botschaft

„Ich weiß, dass ich geliebt werde, für das, was ich bin und nicht für das, was ich leiste .“

Das ist mal wieder ein Reminder, dass Vertrauen und echtes „gesehen werden“ eine tiefe Verbindung zwischen Mensch und Pferd möglich machen.

❤

Danke Aslan, dass ich mit dir sprechen durfte.

Warum Spiritualität nicht gleich Esoterik ist

Feenstaub und Glitzerfurz – Wenn Tierkommunikation esoterisch wird!

Warum Tierkommunikation mehr Bodenhaftung braucht

„Tierkommunikation ist Hausfrauen Esoterik!“

Dieser Satz stand unter einer Werbeanzeige für einen Tierkommunikationskurs (nicht meiner!).
„Wie frech!“, dachte ich erst. Später merkte ich, dass ich auch teilweise zustimme. Irgendwie.
Mir kommt es manchmal auch so vor. Natürlich kann jeder Tierkommunikation lernen, denn es ist keine besondere Gabe, die man gnädig vom göttlichen Universum erhalten hat.
Aber nur weil Ursula und ihre Freundin Renate sich nach einem Wochenendkurs für 99 Tacken ein „Zertifikat Tierkommunikation“ an die Wand kleben, sagt es nichts darüber aus, ob sie was auch auf dem Kasten haben als Tierkommunikatoren. Nicht ein bisschen. Und nein, auch der Preis der Ausbildung sagt nichts über die Qualität aus, gibt aber Hinweise darauf.

Denn auch Tierkommunikation muss geübt werden! Viele Übungsgespräche (unbedingt mit Feedback!) sind ein Muss. Die wenigen Tiergespräche, die in solchen Wochenendkursen stattfinden sind definitiv zu wenig.

Wenn Wochenendkurse und Zertifikate mehr versprechen als sie halten

Und genau deshalb fehlt Ursula und Renate dann die Routine in Tiergesprächen sanft nach Fakten zu graben und entspannt zu bleiben, wenn sich Pferd (Hund und Katze) nicht sofort auf ein Gespräch einlassen möchte. Es fehlt die Selbstsicherheit um ohne ein Gefühl des Versagt-Habens dem Besitzer zu sagen sein Tier habe keine spektakulären Geschichten oder Lösungen „bereit gestellt“. Diese Sicherheit entsteht durch Übungsgespräche und ehrliches Feedback.

Und so entsteht der Eindruck das Geschwafel (Seelenplan, Vorleben, Seelenreise) reißt immer dann die Macht an sich, wenn Pferd (Hund, Katze) keine Fakten „liefern“ und man sich nicht die vermeintliche Blöße wegen „Nichterfolg“ geben will. Das wiederum bestätigt die vorherrschende Theorie von Hausfrauenkram, Humbug und Esoterik-Mist.

Ein paar Male hab ich nun erlebt, dass Katzenbesitzer eine Tierkommunikation (woanders) hatten und es nur um Seelenaufgaben, Reinkarnationen, Tragödien usw. ging. Natürlich gibt es diese Dinge, aber dafür gibt es spezialisierte Tierkommunikatoren und vor allem differenzierte Angebote! Da weiß der Tierbesitzer vorher was „geliefert“ wird .

In einer bodenständigen Tierkommunikation, die sich fast nur um Faktenforschung dreht, gibt es nicht immer Antworten / Lösungen für bestehende Probleme: hier lesen warum

Übung macht den Tierkommunikator

Und nein, ich sage nicht, dass die Tierkommunikatorin nichts konnte.
Aber sehr wahrscheinlich fehlten die Übungsgespräche, die dringend notwendig sind, um mehr Tiefe in alle Tiergespräche zu bringen und nicht nur an der Oberfläche zu kratzen.
Es sollte geübt werden, bevor man zahlende Kundschaft annimmt.

So viele der „frischen“ Tierkommunikatoren haben eben erst ihre Ausbildung beendet und die Tinte auf ihrem Zertifikat trocknet noch und doch wird schon ein eigener Online-Kurs „Ausbildung Tierkommunikation“ zusammen geklöppelt oder Ausbildungen vor Ort angeboten.
Es gibt null Erfahrungen mit Tiergesprächen außerhalb eines Kursraumes geschweige denn eine Expertise darin Schulungen/ Ausbildungen zu geben. Erinnert an das „stille Post Spiel“ von früher. Irgendwas bleibt schon hängen, aber nicht das was zählt.

Wie soll ich als nachfolgende Tierkommunikatorin mit diesen Situationen umgehen? Verneine ich diese vorherige (fremde) Tierkommunikation, verneine ich damit die Tierkommunikation allgemein und die Tierkommunikatorin gleich mit. Denn Seelenplan &Co sind definitiv existierende Dinge, aber selten die Ursachen für die Probleme der Tierbesitzer!

Ich bin sehr froh, meine Ausbildung über einen längeren Zeitraum gemacht zu haben und das bei der für mich besten Lehrerin: Catherin Seib.
Sie hat uns unzählige Übungsgespräche führen lassen, sie war kritisch, aber fair. Wir haben gelernt auf die kleinen feinen Details zu achten, die so unscheinbar wirken, aber zu tiefen Einsichten führen.

Wahrheit oder Feenstaub? Was bodenständige Tierkommunikation bedeutet.

Ich verstehe also vollkommen, warum viele Menschen bei dem Wort „Tierkommunikation“ Ausschlag bekommen oder sofort an Glitzerfurz & Feenstaub, Räucherstäbchen & Kristalle denken müssen.
Es liest sich wundervoll, wenn über „Seelenreisen, Vorleben & Co“ berichtet wird, fast magisch. Auch wieder ein Wort was ständig in Zusammenhang mit Tierkommunikation verwendet wird und abgedroschen ist. „Hach, es war so magisch.“ Berührend, bewegend, erschütternd, erkenntnisreich – alles besser passende Ausdrücke. Magisch klingt nach Zauberei und schon sind wir wieder bei der Kristall Kugel und Feenstaub. Und trotz des Exkurses in die Vorleben & Co weiß der Besitzer hinterher immer noch nicht, warum sein Pferd in der Herde alle anderen Pferde ankrötet oder der kastrierte Kater aufs Sofa pinkelt.

Viele Gespräche werden aufgebauscht ohne Essenz zu enthalten.
„Dein Pferd liebt dich“, „ihr seid Seelenverwandte“ und „dein Pferd spiegelt dich“.
Das stimmt alles bis zu einem gewissen Level, aber wem ist damit geholfen, wenn der Hund weiterhin beim Auto fahren brechen muss?

So wird einem einfachen bodenständigem „Werkzeug“ ein Glitzerstaub-Esoterik Label angeklebt und rein in die Schublade zu den Hausfrauen in der Midlife-Crisis, die barfuß über Wiesen laufen, mit Kristallen behängt sind und Federn im Haar haben. (Achtung Ironie!) Schublade zu.

Bodenständige Tierkommunikation ist keine Esoterik

Tierkommunikation ist Ursachenforschung
Sie ist Arbeit. Konzentration. Wahrnehmung. Verantwortung.
Und wer sie ernsthaft betreibt, weiß, dass Tiere die Wahrheit sagen, auch dann wenn es unangenehm wird.


Tierkommunikation mit einem Hund über die neue Katze im Haushalt. Wie ein Zusammenleben und eine Vergesellschaftung möglich sind.

Was Hund Moritz wirklich denkt: Trauer um Katze Kittie & ein neuer Freund

Heute gibt es einen ganz besonderen Artikel: ein Original-Gesprächsprotokoll einer Tierkommunikation. Moritz, ein sensibler Hund, der offen über seine Gefühle spricht. Es wurde nichts gekürzt oder geändert.

Moritz spricht über Trauer, Neuanfang und über Familienbande.
Die Veröffentlichung erfolgt selbstverständlich mit ausdrücklicher Genehmigung seiner Besitzerin bzw. seiner Familie.

Danke dafür.

❤

Moritz, vermisst du die alte Katze Kittie?

„Manchmal, aber nicht mehr so doll. Am Anfang war es schwer — sie war immer da, ruhig und zurückhaltend, wir haben uns auf Abstand verstanden. Wir klebten nicht aneinander, und doch waren wir sehr nah. Zuerst habe ich gewartet, weil ich dachte, sie käme gleich wieder. Später habe ich verstanden, dass sie nicht zurückkommt. Menschen sagen oft, Tiere begreifen den Tod schneller, aber das stimmt nicht immer. Ich bin nicht allwissend — und das ist okay.“

Bist du gern bei uns, fehlt dir was, wünscht du dir was?

„Ich liebe euch. Es ist schön bei euch. Ihr tut so viel und habt ein gutes Herz. Gerade jetzt passiert viel, und neue Seiten bei allen zeigen sich — das ist spannend. Ich wünsche mir, dass wir noch lange zusammenbleiben. Niemand versteht mich so gut wie ihr. Ich bin nicht der einfachste Charakter; nur weil ich niedlich aussehe, bin ich kein Plüschtier. Ich will es nicht jedem recht machen. Für euch würde ich viel tun, weil ihr auch viel für mich tut. Respekt, Toleranz und Wertschätzung sind mir wichtig. Mir fehlt nichts Materielles — Hauptsache, wir sind zusammen. Und Carla, vertrau mehr deinem Bauchgefühl, du weißt oft, was richtig ist. Du brauchst nicht immer Hilfe von außen; du wächst und bist schon auf dem Weg.“

Der neue Kater Kasimir — wie findest du ihn, hast du Angst vor ihm, warum knurrst du?

„Ich liebe ihn jetzt schon. Ich bin aufgeregt und will ihn erkunden, an ihm riechen und ihn vielleicht ablecken. Früher ging das mit Kittie nicht so. Ich glaube, wir können Freunde werden. Angst habe ich nicht; eher Sorge, dass ich zu stürmisch bin und etwas falsch mache. Kasimir ist robust, er wird sich erholen. Ich knurre, weil alles aufregend ist und ich noch nicht darf. Ich will ihn gern ganz für mich haben — einen Katzen-Kumpel, keinen zweiten Hund. Wann darf ich ihn endlich richtig ablecken?“

Ein Unfall mit der Kutsche während des Trainings und warum ein Pferd sich ein eigenes Boxenschild wünscht.

Kutschunfall im Training: Was ist wirklich passiert – Hoffnung auf Heilung.

Druck in der Ausbildung zum Kutschpferd. Was genau ist passiert?

Eine Tierkommunikation am Telefon mit einer Pferdebesitzerin, deren Stute einen Kutschunfall im Training während ihrer Ausbildung als Kutschpferd hatte. Da die Besitzerin so gut wie nie während der Trainingseinheiten anwesend war und auch sonst niemand am Hof den Unfall gesehen hat, wusste sie nicht was wirklich passiert war, da die Trainerin wortkarg blieb und abwiegelte.

Die Besitzerin wusste nur eins: es musste etwas Dramatisches passiert sein, denn seit dem Vorfall war die Stute apathisch. Zwar hatte sie keine akuten körperlichen Verletzungen, aber sie war psychisch zusammen gefallen. Sie stand teilnahmslos in ihrer Box, frass aber normal ihr Futter. Ihrer Besitzerin gegenüber war sie abgewandt und begrüsste sie nicht mehr, sondern drehte sich in der Box von ihr weg.

Mit anderen Pferden auf dem Paddock war sie gern zusammen, da schien sich nichts verändert zu haben. Sobald sie aus der Box geholt wurde und es Richtung Platz ging, wurde sie ungehalten. Sobald sie das Gepolter von Springstangen (Holz) hörte wollte sie weg, sie riß sich aber nie los, jedoch wäre das nur eine Frage der Zeit, war sich ihre Besitzerin sicher.

Mit diesen Informationen starte ich ins Gespräch mit der Stute und frage als erstes:

Wie ist der Unfall passiert und was ist der Stute widerfahren?

Die Trainerin setzte wiederholt ein hartes Vorgehen ein (die Stute zeigte Bilder von viel Gerteneinsatz) und verlangte ständige Wiederholungen eines Kommandos, weil es ihr noch nicht gut genug war was die Stute leistete. Die Stute zog einen Trainingssulky, die Trainerin lief bockig nebenher (Stute beschrieb eine grobe Energie, die von der „Herrischen“ Frau ausging). Immer und immer wieder wurde diese eine Sache wiederholt, das engte die Stute ein und so wollte sie sich der Situation entziehen indem sie die Flucht ergriff. Mit schleifenden Fahrleinen und Sulky hintenan. In ihrer Panik rannte die Stute über den Platz, der im hinteren Teil von einem Holzzaun begrenz wurde. Sie hat nicht ganz die Kurve bekommen und der Sulky krachte in den morschen Holzzaun. Sie hat dann angehalten, die Trainerin wurde dann grob, stellte sie aber zumindest wieder in die Box und beendetet das „Training“.

Die Stute beschreibt die vorherigen Trainingsstunden auch als grob und unfair, aber es sei nie so eskaliert. Sie war enttäuscht, dass ihre Besitzerin nie während des Unterrichts zugegen war um eingreifen zu können, wenn es wieder unfair wurde. Sie fühlt sich im Stich gelassen, allein mit dieser herrischen Frau (die sie als wütenden Kobold bezeichnete)

Welche Folgen hat der Unfall für die Stute?

Die Stute berichtet von ziehenden, brennenden Schmerzen in den Beinen, die Berührung unangenehm machen. Vor allem draußen, wenn im Gelände Halme oder Zweige sie unverhofft berühren. Sie wird panisch und ist kaum zu halten, sobald sie jemandem auf dem Springplatz hört, der Stangen räumt oder generell das Klappern von Holz, denn sie verbindet es mit dem Zerbersten des morschen Holzzauns.

In sich zurückgezogen will sie in ihrer Box stehen und ihre Ruhe haben, sie will weder spazieren gehen noch irgendetwas „arbeiten“. Nicht mit ihrer Besitzerin und schon gar nicht mit Fremden. Da traut sie niemandem mehr. Sollte wieder jemand Fremdes kommen, würde sich sich heftig wehren und verweigern, erzählt mir die Stute. Nochmal passiere ihr das nicht, sie lässt so etwas nicht noch einmal über sich ergehen.

Lediglich auf dem Paddock/Weide ist für die Stute alles unverändert, sie genießt die Gesellschaft mit den anderen Pferden. Dort wirkt sie zufrieden und „ganz“.

Wie soll es nach einem Unfall weitergehen. Was wünscht sich ein Pferd?

Klare Vorstellungen der Stute: mehr frische Luft, wenn sie ab nachmittags in ihrer Box stehen muss, das sei ihr bisher zu stickig. Die Besitzerin meint, es gäbe zwar ein Fenster in der Box, aber das lässt sich nicht öffnen, sie wird sich entweder um eine Paddock Box bemühen oder das Fenster reparieren lassen.

Und ganz wichtig sei ihr ein Boxenschild bei dem ihr Name groß und deutlich zu lesen ist, denn alle anderen Pferden hätten wohl eins, nur sie eben nicht. Die Besitzerin erzählt mir, die Stute habe kein Boxenschild, weil sie nie das passende Foto dafür fand. „Nur der Name, es soll kein Bild drauf.“ erwidert die Stute darauf.

Die stärkste Forderung der Stute kommt zum Schluss: keine fremden Trainer mehr bis auf unbestimmte Zeit, sonst wird sie sich wehren. Falls sie es irgendwann wieder zulassen sollte, dann nur unter permanenter Aufsicht der Besitzerin, die dann auch eingreifen soll und sich nicht von vermeintlicher Autorität einschüchtern lassen soll. Sie erklärt im nächsten Satz auch gleich, dass der jetzige Tierarzt auch in diese Kategorie fällt und ob nicht dieser „andere“ kommen könnte. Tatsächlich gibt es einen „festen“ Tierarzt, der aber beim letzten Termin seine Vertretung schickte, die der Stute eher zusagt.

Die Stute wünscht sich eine sanfte osteopathische Behandlung durch eine nette Frau, die ruhig und langsam arbeitet. Außerdem möchte sie, dass ihrer Besitzerin ein paar Handgriffe für die alltägliche Anwendung gezeigt werden.

Ist Heilung möglich?

Zeit. Es braucht Zeit. Geduld und Zeit. Da sein. Für die Stute, für sich selbst. Reflektieren der eigenen Handlungen. Mut zur Wahrheit. Ehrlichkeit.

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