Hallo Snoopy, ich bin Katja und möchte heute gern über das Thema „Auto fahren“
mit dir sprechen. Maria schreibt, dass es für dich stressig ist und du
währenddessen unglücklich wirkst.
Snoopy, fühlst du dich wohl in deiner Familie?
Snoopy: „Danke, dass ich sprechen darf und auf mich Rücksicht genommen wird.“
Ich: „Dann lass uns loslegen.“
Snoopy: „Ja, ich fühle mich wohl. Vor allem fühle ich mich angekommen. Mit all meinen kleinen Macken und „Umständlichkeiten“, die ich so mit gebracht habe. Ich habe die Familie anfangs sehr durcheinander gebracht und auf den Kopf gestellt. Es hat eine Weile gedauert bis sich alles ordnen konnte. Und dieser Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen.
Manchmal fühle mich merkwürdig. Dann „zieht“ mich etwas in die Ferne.“
Ich: „Kannst du mir das genauer beschreiben?“
Snoopy: „Ich will auf keinen Fall weg! Es ist nur so ein Gefühl. Wie eine Sehnsucht oder eine Macht (Energie), die mich wegziehen will in die Ferne. Als ob da draußen etwas (oder jemand) auf mich wartet, den ich suchen soll, der unbedingt gefunden werden möchte.
Ich: „ Wie oft kommt das vor?“
Snoopy: „Selten, es blitzt nur mal kurz auf. Es bleibt nicht länger als einen kurzen Moment. Für andere wirke ich dann abwesend oder weggetreten.“
Ich: „Hast du noch mehr Details für mich?“
Snoopy: „Es fühlt sich danach an, dass sich etwas in mir vervollständigt, wen ich es gefunden habe. Es fühlt sich nach früherer Familie an, die ich suche. (Snoopy meint ausdrücklich eine Hundefamilie, frühere Menschen sind nicht gemeint)
Snoopy schickt mir ein Bild wie mehrere nicht mehr ganz so junge Hundewelpen übereinander stolpern. Sie sind unbeaufsichtigt in einer weiten Landschaft.
Es fühlt sich so an als suche er nach seiner früheren Hundefamilie um das Kapitel abschließen zu können. Scheinbar wurde er abrupt und ohne Vorbereitung herausgerissen oder ein ihm wichtig Familienmitglied genommen. Ganz klar zeigt er es nicht.
Ich: „Zur eigentliche Frage zurück. Du fühlst dich also wohl in deiner Familie?“
Snoopy: „Ja, sogar sehr. Ich möchte nirgend woanders sein. Ich mag alles an meinem Leben hier. Ich wünschte nur, ich hätte sie schon früher getroffen, meine Familie. Das hätte mich vor der Melancholie bewahrt, die mich manchmal überfällt. Es hätte Irrwege und Umwege erspart. Alles hätte dann einfacher sein können, wenn ich sie eher getroffen hätte. Ich liebe meine Familie.“
Welchen Grund gibt es, dass du beim Autofahren deinen Kopf nicht ablegst, du nicht schläfst, sondern hechelst?
Snoopy: „Ich verbinde Autofahren mit dem Ziel etwas zu finden. Mit einem Punkt/Ort an dem ich ankomme und etwas/jemanden zu treffen, der auf mich wartet. (Das beschriebene Gefühl unter Frage1 kommt durch)
Ich muss aufmerksam sein, ich möchte es nicht verpassen (Das Finden). Dass setzt mich unter Stress, weil ich Angst habe, das Ziel zu verpassen. (Ziel im Sinne von „dem anderen Hund-frühere Hundefamilie“)
Gleichzeitig muss ich auch aufpassen, dass niemand von uns/euch aus dem Auto verschwindet. Es wäre nicht das 1. Mal, dass ich im Auto aufwache und meine Familie ist weg. (Hundefamilie ist gemeint). Zwar weiß ich, dass es nicht passieren wird, aber das Gefühl ist trotzdem im Körper als Unruhe gespeichert.“
Gibt es etwas, dass wir beim Autofahren für dich tun können, damit du dich entspannter und sicherer fühlst?
Snoopy: „Es gibt für euch nichts zu tun. Ihr liebt mich wie ich bin Ich bin dankbar, dass ihr mir das Autofahren leichter machen möchtet.
Wenn die Suche (siehe Punkt 1 und 2) beendet ist, kann es besser werden. Ich möchte beschützen.
Snoopy zeigt ein Bild von einem Hund der kleiner ist als er.
Ich: „Möchtest du denn einen weiteren Hund?“
Snoopy: „Ich hätte nichts dagegen. Aber überstürzt werden muss nichts. Ich werde ihn finden und alle werden merken, wenn es soweit ist. (dass es mit den beiden passt)
Ihr (an die Besitzer gerichtet) müsst jetzt nicht aktiv auf die Suche gehen, falls ein weiterer Hund für euch überhaupt in Frage kommt. Es wird alles zufällig geschehen.
Ich: „Snoopy, vielen Dank, dass du dich mir geöffnet hast. Möchtest du deiner Familie noch etwas sagen?“
Snoopy: „Ich bin glücklich der Auserwählte zu sein.“
Das Feedback von Snoopys Besitzerin Maria zum Tiergespräch
Feedback
Vielen Dank, wir hatten sehr schöne Weihnachtstage, ich hoffe, du auch? Beim ersten Lesen des Protokolls habe ich mich gefreut, dass Snoopy sich gut aufgehoben fühlt. Das hat mir ein gutes Gefühl gegeben und wirkte für mich grundsätzlich stimmig. Besonders interessant fand ich die Beschreibung, dass er sich innerlich „herausgerissen“ fühlt und dass er ein Gefühl des Vermissens in sich trägt. Das hat mich nachdenklich gemacht, weil es einiges erklärt hat, was ich im Alltag beobachte.
Offen geblieben sind für mich vor allem Fragen im Zusammenhang mit dem Autofahren. In diesem Punkt hat sich seine Situation bislang leider nicht gebessert, er hechelt weiterhin sehr stark. Wir versuchen inzwischen, mit mehr Pausen gegenzusteuern, damit er sich zwischendurch etwas beruhigen kann.
Rückblickend haben einige Aussagen aus dem Protokoll nach einiger Zeit mehr Sinn ergeben, gerade im Hinblick auf seine innere Unruhe und seine emotionalen Spannungen. Insgesamt hat mir das Gespräch geholfen, ihn besser zu verstehen und bestimmte Verhaltensweisen einzuordnen, auch wenn nicht alles sofort lösbar war.
Liebe Grüße Maria
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