Gespräch mit Kian: Tierkommunikation mit einem Araber Wallach

Eine Tierkommunikation mit einem Araber Wallach über Reiten, Träume und Ängste im Sonnenuntergang am Meer

Vor Kurzem durfte ich mit Kian sprechen, einem fünfjährigen Araber-Wallach voller Energie. Seine Besitzerin Mara wollte verstehen, warum er beim Spazierengehen unruhig ist, nicht aus einem expliziten Hoftor rausgeht und mit Anspannung reagiert sobald sie sich auf ihn setzt.

Was Kian erzählte war aufschlussreich für seine Besitzerin Mara. Es drehte sich alles um Freiheit, Abenteuer und alte Ängste, aber vor allem um die enge Bindung zu Mara.

Abenteuerliches Distanzreiten statt langweiliger Spaziergänge

Zu Beginn spreche ich mit Kian übers spazieren gehen. Mara beschrieb ihn als „hibbelig“, so als sei er ständig auf dem Sprung. Seine Antwort kam prompt und voller Schwung. „Spazieren, das machen doch nur alte und kranke Pferde, nur die schleichen gemächlich durch die Gegend. Das passt überhaupt nicht zu meiner Geschwindigkeit.“

Kian sehnt sich nach Abenteuer. Er wolle probieren am Fahrrad zu laufen, da geht’s viel schneller. „Zusammen raus in die Weite mit Mara“, will er. Beide seien freiheitsliebende Seelen, gefangen im „engen“ Alltag (er erklärte das nicht genauer) Kian sieht in Distanz- oder Wanderreiten die perfekte Lösung für seinen Geschwindigkeits- und Energiedrang: „Ich kann das, ich bin dafür gemacht!“ Und bitte, bitte kein Dressurpferd aus ihm machen, da würde er sich definitiv wehren.

Er schickte ein Bild vom Galopp durch die Steppe um zu unterstreichen, wie sehr er Action braucht. Im nächsten Bild ließ er sich feiern, es fühlte sich nach einem gewonnen Rennen an.

Die Angst vor dem Tor: Eine alte Bedrohung, die Kian noch spürt

Dann sprach ich die Thematik mit dem Tor an. Mara wollte wissen, warum Kian so ängstlich wird, wenn sie mit ihm am vorderen Tor rausgehen wollte, entweder geht er nicht durch oder er rennt durch und zieht Mara hinter sich her. Nur an diesem Tor, bei den anderen Hoftoren geht er vorbildlich am Strick nebenher.

In dem Moment, als ich ihn danach frage, erstarrt er und übertrug mir ein beklemmendes Gefühl und Herzrasen. Ein tiefes Schreckgefühl. Seine Aufmerksamkeit nach oben gerichtet. „Da stehen Bäume“, erklärte er, „und da war ein großes, dunkles Tier. Es hat sich schnell bewegt und merkwürdige, unheimliche Geräusche gemacht. Ich fand es furchtbar. Deshalb will ich lieber den anderen Ausgang nehmen, wo es ruhiger ist.“

Woher kommt die Anspannung beim Reiten?

In der 3. Frage drehts es sich ums Thema Reiten. Mara möchte erfahren warum Kian so spannig wird, sobald sie aufsitzt. „Weil sie unentspannt ist“, kam es zurück. „Mara ist nicht präsent; ihre Gedanken schweifen ab, sind schwer und dunkel. Sie hat keine Angst vorm Reiten oder Fallen , im Gegenteil, sie ist mutig. Aber sie quält sich mit Zweifeln: „Bin ich zu schwer für ihn? Ist die Ausbildung zu früh für ihn“ (Zur Info: Mara wiegt leichte 54 kg, aber sie hadert mit ihrem Gewicht)

Auf der anderen Seite drängt sie sich selbst: „Wir sollten jetzt mal anfangen.“ Kian spürt das alles und verspannt sich dadurch. „Sie ist nicht zu schwer“, versicherte er mir. „Ich bin stark und werde noch stärker. Sie sitzt ja nie lange drauf.“ Er will reiten, aber draußen (keine Reithalle oder eingezäunter Platz) Abenteuer erleben! „Ich bin kein Spazierpferd oder Tüdel-Pony“ betont er.

Kian liebt es, wenn Mara spontan ist und mit ihm Quatsch macht. „Dann ist sie so leicht!“ Und dann ein berührender Moment indem Kian von Maras Traurigkeit in letzter Zeit erzählt. (Mara erzählt mir, dass ihre Katze gestorben ist) „Das war anstrengend und schwer für uns beide.“ sagt Kian.

Kians Botschaft für Mara

Am Ende der Tierkommunikation frage ich Kian, ob er noch eine Botschaft für Mara hat:


„Lass uns zusammen fliegen. Draußen zusammen mit dem Wind. Wir sind die Besten.“


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